Santiago – Muxia, Feb/März 2019

Prolog

Bitte unbedingt auch die grundsätzlichen Gedanken zu Caminos lesen!

(R) Leider finde ich meine Aufzeichungen für diese Reise nicht mehr… Somit ist das mehr ein Gedächtnisprotokoll mit Rückgriff auf unsere Filmsequenzen. Diese werden, sobald sie geschnitten sind, nach und nach in Youtube eingestellt werden…
Nachdem wir nun schon eine Reise nach Finisterre unternommen hatten, musste hinter Hospital auch einmal rechts abgebogen werden. Der Plan war Santiago – Muxia, dann die fast schon obligatorische Etappe Vila Praya de Ancora – Viana do Castelo und zurück von Porto. Der Flug ging diesmal nach Porto, von da mit dem Bus direkt weiter nach Santiago, eine ganz schöne Strecke. Bei jedem Flug muss Conny die Schuhe ausziehen beim Check, ob da Metall in den Sohlen steckt?
Wir nehmen nach der Ankunft in Santiago die Gelegenheit wahr und gehen gleich zur Touristinfo, kein Mensch da, wo wir 2016 über 2,5 St. angestanden haben…
Danach schlendern wir noch etwas durch die Stadt, Conny trifft auf einen bekannten Pilger 😁.


22.02.2019

Auch wenn die ersten Etappen mit dem Weg nach Finisterre identisch sind, freut man sich doch darauf, den Rucksack zu schultern und Santiago in Richtung Negreira zu verlassen. Wir gehen im Dunkeln los, was keine Kunst ist, wenn man im Feburar unterwegs ist. Einziger Unterschied zur letzten Reise, diesmal haben wir Vollmond und sehen ein bisschen mehr beim Loslaufen. Und ja, wie beim letzten Mal erreichen wir den Anstieg, der nach ca. 12 km vor uns liegt und denken: Ach, so schlimm ist der ja gar nicht..
Nun denn, jede Kehre bringt einen weiter nach oben, auch wenn man immer wieder glaubt, den Gipfel erreicht zu haben. Da versagt einfach die innere Karte, vermutlich weil der Wunsch einfach zu groß ist, jemand möge seit dem letzten Mal den Weg auf magische Weise verkürzt haben. Aber das Bushäuschen ist wenigstens noch da, hier wird mit Tomatenkopf eine wohlverdiente Pause eingelegt, bevor es an die nächste Hälfte der Kilometer geht.
In Negreira angekommen, geht es zu „el Carmen“. Wir nehmen uns ein schönes sauberes Doppelzimmer. Auch unsere knurrenden Mägen werden gut versorgt, denn Carmen lässt sich nicht lumpen und zaubert für uns in der Küche ein Pilgermenü für 10.- €.
Leider macht mir mein rechtes Knie schwer zu schaffen, für morgen sieht es nicht so gut aus. Ordentlich Voltaren und ausnahmsweise IBU, man wird sehen…
Conny besorgt noch in der Apotheke ein paar Sachen und eine riesige BLAUE Brille, da ich zu allem Elend auch noch meine Augen aus Glas verloren habe.


23.02.2019

Wider erwarten hat sich mein Knie über Nacht etwas erholt und macht doch nicht völlig schlapp. Durch eine Art Stadttor verlassen wir zu früher Stunde Negreira und schwören, beim nächsten Mal lesen wir doch mal die Geschichte zum Denkmal und der Zitadelle nach. Für unterwegs hat Conny ein Netz Mandarinen gekauft und in weißer Voraussicht alle geschält. Die Schale muss man ja nicht über den Weg schleppen und kann unterwegs mal schnell ein paar Vitamine zu sich nehmen. Das Wetter ist sehr mild und „Griegs Morgenstimmung“ ertönt in unseren Köpfen, als die Sonne hinter uns aufgeht. Leider ist diese Etappe nicht eine unserer liebsten, weil sie landschaftlich nicht so reizvoll ist und siche eher eintönig dahinzieht. So ziehen wir uns die Kopfhörer auf und bringen mit Musik Schwung rein. The Man On The Silver Mountain taucht auch plötzlich auf … So wird es kurzweilig und wir freuen uns, als wir in unserer Lieblingsherberge in Olveiroa ankommen. Das Wetter ist hervorragend, es ist trocken und warm und so sitzen wir am Nachmittag – während unsere Wäsche am Baum trocknet – im Garten und genießen ein paar Gläschen Tinto. Abends gehen wir um die Ecke zu dem Hostel, dass im Erdgeschoss eine Bar und ein knuffiges kleines Restaurant hat. Wir gönnen uns ein leckeres Essen mit Tinto und lassen den Tag ausklingen. Noch zu erwähnen ist, dass Conny heute unterwegs einen ihr bekannten Pilger getroffen hat, mit dem sie in 2017 auf dem Norte unterwegs war. Es ist Bjarne, der gerade den Weg zurück von Finsterre nach Santiago läuft. Wir freuen uns, dass wir uns auf so geniale Art wiedersehen. Liebe Grüße an dich Bjarne, auf diesem Wege und vielleicht sehen wir uns ja in Zukunft wieder, dann gehen wir zusammen abends einen Tinto trinken.


24.02.2019

(C) Der nächste Tag beginnt für uns auch wieder sehr früh und wir laufen noch im Dunklen Richtung Logoso. Erst als wir schon fast oben an den Windrädern ankommen, startet der neue Tag hinter unseren Rücken mit einem traumhaften Sonnenaufgang. Der Kaffeeduft der Albergue hängt uns schon förmlich in den Nasen und wir eilen dem kleinen Örtchen vor Hospital entgegen. Das ist die erste Rast, die wir auf dem Weg machen. Wie schon bei den anderen Reisen berichtet, teilt sich ab Hospital der Weg in zwei Richtungen, entweder nach links, für Fisterra oder nach rechts, für Muxia. Diesmal geht es für uns nach Muxia.

Mir ist dieser Abschnitt nach Muxia schon aus dem Jahr 2014 bekannt. Damals lief ich den Camino France als besondere Reise, um meinen 50. Geburtstag zu feiern. Mein erstes Sabbatical… unvergessen. Ich weiß noch ganz genau, wie sich das nach fast 1000 Kilometern anfühlt, wenn man das Meer erreicht … Kleiner Ausschnitt hier aus meinem Tagebuch von damals:

Bei der Etappe nach Muxia ist es so, dass man erst ziemlich am Schluss das Meer sieht. Man ahnt es durch den veränderten, jetzt stärkeren Wind, man sieht es, am Sand, der durch den Wind auf den Weg getragen wurde und man schmeckt auch etwas Salz auf den Lippen und es duftet, wie es nur in der Nähe des Meeres duftet. Man wird sozusagen rein sinnlich darauf vorbereitet, was ich besonders schön fand. Ganz plötzlich blitzt ein winziges Stückchen Meer auf. Und dann wird einem schlagartig klar, dass man just in diesem Augenblick fast am Ziel ist. Ich hatte in diesem Moment eine Gänsehaut am ganzen Körper und mir kamen vor Freude die Tränen, weil ich es nicht glauben konnte, dass ich das Ende des Camino France erreicht hatte …

Diese Beschreibung aus meinem damaligen Tagebuch von dieser Reise raubt mir noch heute die Luft, weil ich dieses Gefühl dieser Ankunft noch immer in mir trage. Das ist das Besondere an diesen Reisen … diese Erlebnisse vergisst man nicht.

Genug geschwelgt und zurück ins Jahr 2019. Eigentlich wollten wir ja diesen Abschnitt auf zwei Abschnitte aufteilen und 10 Kilometer vor Muxia in einem Hostel ein Zimmer nehmen. Als wir in dem Ort ankommen, sehen wir, dass das Hotel gerade eine Baustelle aufgebaut hat, die einen extremen Lärm verursacht. Wir beschließen eine größere Pause zu machen und bestellen uns ein Pilgermenü. Als wir uns gerade so schön ausruhen und uns das Menü schmecken lassen, da wächst in uns der Wunsch, doch noch heute ans Meer zu kommen und wir reden uns die noch verbliebenen 10 Kilometer so schön, dass wir es anschließend in die Tat umsetzen. Fakt ist, dass von dem Ort bis nach Muxia leider noch drei Berge liegen … selten sind wir so auf dem Zahnfleisch in einen Ort gekrochen wie an diesem Tag. Zum Glück hatten wir bereits beim Essen ein schönes Appartement direkt am Hafen gebucht. Eine riesige richtig schöne Wohnung. Das war dann wie ein Bonbon auf die geschundenen Füße und Gelenke. Wir buchen direkt einen zweiten Tag, wir haben ja schließlich auch einen Tag in Muxia dazu gewonnen.


25.02.2019

(C) Endlich nach der gestrigen langen Wanderung von 38 Kilometern können wir unsere Seelen baumeln lassen (ohne Hanuta). Nach der gestrigen Ankunft waren wir kaum noch in der Lage, irgendetwas im Ort zu erkunden. Ich hatte noch in einer Bar etwas zu Essen besorgt, dann sind wir auch schon tot in die Betten gefallen.
Der heutige Tag liegt also nun frisch vor uns, um Muxia zu besichtigen. Als erstes gehen wir in den Supermarkt um die Ecke, um uns mit Lebensmitteln zu versorgen und uns ein tolles Verwöhnfrühstück zu gönnen. Anschließend geht es an die Costa del Morte – die Todesküste genannt. Die Küste heißt nicht umsonst so, es hat dort eine Kirche und einen Leuchtturm. Die Bucht hat gewaltig große Felssteine und man kommt sich winzig vor, den Naturkräften ausgeliefert. Die große Kirche, direkt an der brausenden und tobenden Meeresbrandung, raubt einem schier den Atem. Für mich ist Muxia die beeindruckendere der beiden Küsten. Fisterra ist zwar auch schön, aber längst nicht so beeindruckend. Man kann sich schwer von dem Ort lösen, er zieht einen magisch in seinen Bann. Die Kirche ist leider geschlossen. Seitdem der Blitzschlag das Dach abgebrannt hat wurde sie zwar wieder renoviert, aber leider hat sie für Besucher nur selten geöffnet. Wir jedenfalls kamen in den zwei Tagen, die wir dort waren, nicht hinein.

Für morgen ist die Rückreise nach Santiago geplant. Dort werden wir eine Nacht bleiben, um uns dann tags darauf nach Villa Praya de Ancora zu begeben.


26.02.2019

(C) Der Bus heute fährt erst am späten Mittag ab. Wir fahren direkt nach Santiago, haben dort auch wieder ein Zimmer im uns bekannten Hostel gebucht. Als wir dort eingecheckt haben, machen wir eine kleine Stadtbesichtigung, um uns Verpflegung (und Likör für den Abend) auf der Domplatte 😁 und die viel belachte Santiagokappe zu kaufen. Es ist nicht zu glauben, dass es im Februar am Meer doch schon recht ordentliche Temperaturen hat. Abends zieht es uns dann in die Altstadt und wir gehen eine Kleinigkeit essen. Als wir später noch Lust auf eine Jakobsmuschel bekommen und in eine kleine Bar einkehren, vermiest uns der schlecht gelaunte Kellner mit seiner unhöflichen Art den Genuss. Da kann man getrost darauf verzichten.


27.02.2019

(C) Am nächsten Morgen geht es mit dem Zug nach Vigo. Ziel ist Vila Praya de Ancora. In Vigo angekommen wechseln wir den Zug, der uns direkt bis in den Ort bringt. Natürlich steuern wir auch wieder das beliebte Hostel mit Herberge und Küche an. Zu dieser Jahreszeit ist dort niemand und wir haben die freie Auswahl. Wir entscheiden uns für ein Zweibettzimmer, weil man vom Balkon direkt aufs Meer blickt. Allerdings gibt es keine Heizung und die Balkontür schließt nicht ab. Na ja, für eine Nacht wird es schon gehen.
Wir packen die Rucksäcke aus, dann geht es in die Stadt zum Einkaufen. Es gibt da einen historisch angehauchten Supermarkt, wo wir gerne hingehen. Witzig anzusehen ist die antike Ölpumpe, die auf einer Ladentheke steht. Auch frischer getrockneter, gesalzener Fisch – Bacalhau- kann man dort kaufen. Wer die Kunst des Zubereiten beherrscht, kann damit ein leckeres Gericht kochen. Wir decken uns mit Salat ein und kaufen auch einige Fläschchen von dem scharfen Piri Piri-Öl, das bei uns nur schlecht zu bekommen ist. Das gibt auch ein schönes kleines Mitbringsel für die Zuhausegebliebenen. Zum Schluss noch einen guten Port, so kann der Wanderfeierabend eingeläutet werden.


28.02.2019

(C) Heute steht der Küstenweg auf dem Programm. Es gibt abseits an der Küste einen wunderschönen Naturpfad (nicht Camino Portogues), den wir nach Viana do Castelo laufen wollen. Von dort aus ist geplant, mit dem Bus nach Esposende zu fahren und dann die restlichen Kilometer nach Fao zu laufen. Wir haben da noch die hübsche Albergue im Sinn, die wir damals im Sommerurlaub hatten. Sie war günstig und solide, das war der Plan. Zu allererst am Morgen verabschiedet sich Rüdiger mal direkt von ein paar Litern Cola. Er hat es Leid, das Gewicht mit sich herumzuschleppen. Je länger man unterwegs ist, um so mehr regt man sich über überflüssiges Gewicht auf. Das geht nach einer Weile mächtig auf die Gelenke. Wir genießen den Tag und das Unterwegs-sein am Meer. Ganz unverhofft kommen wir an einem schönen Restaurant direkt am Strand vorbei. Es hat sogar geöffnet um diese Jahreszeit, damit haben wir gar nicht gerechnet. So kehren wir auf einen Kaffee ein und ich sehe, wie ein anderer Gast sich dort Muscheln bestellt, serviert in einer Kupferkugel. Meine Güte läuft mir das Wasser im Mund zusammen und so schnell kann man nicht gucken, laufe ich direkt zur Theke und bestelle mir auch meine Ladung Muscheln. Ich habe selten so lecker gegessen und sie waren nicht einmal teuer.
Danach geht es weiter Richtung Viana. Als wir dort ankommen, suchen wir erst einmal den Busbahnhof. Wir haben Pech und müssen ca. 2 Stunden auf den Bus warten, bevor es weiter geht. Die kleine Etappe nach Fao ist dann auch nicht mehr so weit und wir kommen zügig am Zielort an. Schade, heute scheint eine Feierlichkeit stattzufinden und so müssen wir uns zu einer Privatherberge schicken lassen. Meistens entwickeln sich aus solchen Zufällen die schönsten Begegnungen. Die Inhaberin der Herberge ist unglaublich herzlich und das Haus ist sehr gepflegt mit allem, was man sich nur wünscht nach einem langen Tag. Eine Waschmaschine gibt es auch und zwei andere Pilger (ein Paar) sind schon dort. Wir kaufen eine Flasche Wein gegenüber im Supermarkt und reflektieren unsere Reise mit den beiden anderen Pilgern. Es gibt viel zum Schauen und lesen in dem liebevoll gestalteten Gemeinschaftsraum. Als die Flasche Wein ausgetrunken ist, geht es zum „Schaffnix von Fao“, um uns dort wieder seine leckeren Hamburger zum Abendessen schmecken zu lassen. Wir verlaufen uns allerdings ordentlich und finden die versteckte Kneipe nur mit Google Maps.
Die Santiago Kappe hat uns übrigens heute viel Spass bereitet. Insbesondere fanden uns entgegenkommende Leute sie überaus lustig. Als wir nachts heim kommen, haben noch zwei weitere Pilger die Herberge belegt. Einer von den beiden hat sich wohl mit den Kilometern etwas übernommen und nun extreme Muskelkrämpfe. Er spricht mich in seiner Verzweiflung auf Hilfe an. Ich verweise auf Doc Schneider, der sich dann als Retter in der Not erweist mit Ibu und Tipps.


01.03.2019

(C) Am nächsten Morgen machen wir auf gemütlich. Wir packen in Ruhe und trinken in der Küche mit den anderen Pilgern Kaffee und essen ein paar von den angebotenen Frühstücksplätzchen. Es gibt philosophische Gespräche am Tisch und man resümiert über den Sinn des Lebens und der Arbeit. Rüdiger gibt wertvolle Tipps, die der schmerzleidende Pilger sicher nie mehr in seinem Leben vergisst. Wir unterhalten uns auch mit der Herbergsmutter und sie erzählt ihre Geschichte, die uns sehr betroffen macht. Es sind schöne Begegnungen die einem viel zum Nachdenken geben… und einem bewusst machen, wie gut es einem doch geht…

Wir haben von der Herbergsmutter empfohlen bekommen, noch ein Stück am Meer an den schönen Windmühlen entlang zu laufen und dann einen Bus im darauf folgenden Ort zu nehmen, der uns dann mitnimmt, bis zu einer Metrostation, an der wir den Zug Richtung Porto besteigen können. Auch dieser Küstenabschnitt ist mal wieder ein Gedicht und keine Etappe vom Portogues. Wir genießen die Küstenlandschaft und später auch das etwas weiter von der Küste entfernte Landesinnere. Es ist kurzweilig und so vergeht die Zeit wie im Flug.

In Porto angekommen, haben wir bereits im Hotel Reis de Gaia ein Zimmer reserviert. Wir sind zum ersten Mal dort und sind absolut begeistert von dem schönen Hotel. Das Zimmer ist sehr komfortabel ausgestattet und es gibt eine Küche. Wir sind restlos begeistert und die Lage ist genial. Wir sind direkt bei den Shippern! Nach dem üblichen Procedere treibt es uns runter an den Douro. Wir besuchen ein Porttasting bei Burmester. Es ist interessant, aber Grahams ist nicht zu toppen. Für den nächsten Tag kaufen wir noch etwas ein, damit wir Verpflegung für den Rückreisetag haben. Diesmal waren wir schlauer und nehmen die Metro, um an den Flughafen zu kommen.


02.03.2019

(C) Früh um 5:00 Uhr satteln wir die Hühner und begeben uns zu Fuß zur Metrostation. Es geht nochmal vorbei an den Shippern, über die Brücke und dann stadteinwärts. Wir kommen zeitig an und erleben noch ein paar Discogestalten, die den Heimweg antreten. Das klappt richtig gut und wir erreichen pünktlich den Flughafen.

Resume

(C) Alles in allem hatte ich bei diesem Urlaub das Gefühl, vier Wochen anstatt zwei unterwegs zu sein. Die gesamte Zeit war so gespickt mit Erlebnissen und Eindrücken, dass ich komplett entspannt nach Hause zurückkehre. Man könnte meinen, dass es doch Strapazen sind und man durch die tägliche körperliche Belastung völlig ausgepowert sein müsste. Bei mir ist regelmäßig das Gegenteil der Fall. Es ist na klar auch Stress, aber der ist ja positiv. Vor allem tanke ich nach dem Urlaub noch einmal zusätzlich Kraft durch die dann beginnende Erholungsphase, in der ich die Belastung nicht mehr täglich habe, will heißen, da fühlt sich Frau noch einmal so richtig wie neu geboren. Wer hätte das gedacht! Auf dieser Reise habe ich außerdem täglich alle uns entstehenden Kosten notiert, um einen Überblick über das Budget zu haben, vor allen Dingen, was einzukalkulieren ist bei der nächsten Planung. Ohne Frage ist das auch immer vom jeweiligen Lebensstandard und den Gewohnheiten abhängig.

(R) Auch wenn die Etappen bis Hospital immer die gleichen sind: Es ist und bleibt ein schöner Weg! Muxia ist nochmal sehr speziell, das Ende an der Kirche ist mit Worten nur sehr schwer zu beschreiben. Man fühlt sich winzig und es relativiert alles Alltägliche, von dem man meint, es sei wichtig.
Von daher… 2022 Ende Februar soll es wieder hingehen, ob es klappt?
Zurück ins Säkulare: Vielleicht interessiert den/die/es, was eigentlich so die Ausgaben für Reisen dieser Art sind. Conny hat mal so ziemlich alles festgehalten, was an Kosten aufgelaufen ist. Davon ist das Geld abzuziehen, das man daheim auch zum Leben gebraucht hätte… Anmerkung Conny: Wir wurden des öfteren gefragt, was es denn insgesamt kostet, so eine zweiwöchige Reise zu machen. Und am Ende waren wir beide überrascht, dass es mit den Transportkosten und Flug gerade einmal Euro 383,00 pro Nase gekostet hat. Mit dieser niedrigen Summe hatten wir allerdings nicht gerechnet.

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